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Der Vater
Heinrich Mann

Der Vater

Gutenberg.org (2010-08-02)

Genre

  • Skönlitteratur

Plot

Als Farber heiraten konnte, hatte er hinter sich schon achtzehn Jahre der Arbeit, des Suchens, des wechselvollen Kampfes mit der Menschenmasse, durch die man hindurch muss, den Zufallen, die man entwaffnen muss, mit dem Leben. Luise hatte kein Geld, aber mit vierzig Jahren wirst du doch endlich dir und ihr genugen, oder du bist kein Mann. Er genugte, wie jeder, auch noch der kleinen, die kamen. Wie jeder, stand er nach seiner Arbeit uber eine Wiege gebeugt, suchte in dem Gesichtchen des Sauglings nach sich selbst, nach seinen Ursprungen und der von ihm mitgeschaffenen Zukunft, die er nicht mehr sehen sollte; entsann sich bei einem Aufseufzen des kleinen Schlafenden der schweren Stunden, die hinter ihm und vor diesem lagen; sah es den Blick offnen, der den Vater noch nicht kannte und einsam schien, als wisse er schon alles. Nun aber lachelte es, und alles war gut.