Amélie
Amélie Poulain wird als Tochter eines Militärarztes a.D. und einer Lehrerin geboren. Das Mädchen erhält in ihrer Familie nur wenig Zuwendung und von ihrem Vater auch keinen körperlichen Kontakt in Form von Umarmungen oder Streicheleinheiten. Die einzigen Berührungen für das Kind kommen somit bei den regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen zustande. Dabei schlägt Amélies Herz dann auch immer wie wild und ihr Vater diagnostiziert fälschlicherweise einen Herzfehler bei ihr. Deshalb lässt man sie auch nicht auf eine öffentliche Schule gehen; sie wird von ihrer Mutter unterrichtet und hat keinerlei Kontakt zu anderen Kindern. Als Ersatz dafür erfindet sie sich eine eigene Phantasiewelt, in die sie sich mehr und mehr zurückzieht.
Amélies Goldfisch (auf den Namen „Pottwal“ getauft) leidet unter Depressionen und hat schon mehrmals versucht, Selbstmord zu begehen, indem er aus dem Goldfischglas springt. Der am Boden liegende und nach Luft schnappende Fisch bringt Amélie jedes Mal zum Schreien, was wiederum ihre Eltern zur Verzweiflung treibt. Eines Tages können sie es nicht mehr ertragen und setzen den Goldfisch in einem Gewässer in der Nähe aus. Und als wäre das für Amélie nicht schon schlimm genug, wird ihre Mutter auch noch vor ihren Augen von einer sich zu Tode stürzenden Touristin erschlagen. Amélies Vater jedenfalls kann darüber nicht hinwegkommen. Er zieht sich zurück und verbringt seine Zeit mit dem Bau eines Miniatur-Mausoleums für die Urne mit der Asche seiner Frau.
Jahre später zieht Amélie als junge Frau aus ihrem Elternhaus aus und arbeitet als Kellnerin im Café „Deux Moulins“. Obwohl ihr Alltag uns eher grau erscheint, findet sie Freude an den kleinen Dingen des Lebens, wie z.B. Steinchen über den Canal Saint-Martin springen zu lassen oder Leute im Kino zu beobachten oder die Kruste von Crème brûlée mit dem Löffel zu knacken.
Während im Fernsehen der Tod von Lady Diana gemeldet wird, entdeckt Amélie durch Zufall hinter einer losen Badezimmerfliese ein kleines Kästchen, das die "Schätze" eines Jungen aus den 1950er-Jahren enthält. Sie fasst den Entschluss, die Schachtel ihrem Besitzer zurückzubringen und, falls dieser sich freuen sollte, ihr weiteres Leben damit zu verbringen, anderen Menschen zu helfen. Tatsächlich kann sie Dominique Bretodeau ausfindig machen und ihm das Kästchen zukommen lassen. Dieser zeigt sich tief bewegt und Amélie findet Gefallen an ihrer neuen Aufgabe. So entwendet sie ihrem Vater auch heimlich einen Gartenzwerg und übergibt ihn einer Freundin, die als Stewardess arbeitet. Fortan erhält Amélies Vater aus allen Teilen der Welt Fotos seines Gartenzwergs, was ihn schließlich dazu veranlasst, endlich einmal auf Reisen zu gehen. Außerdem rächt sich Amélie an Monsieur Collignon, dem herrischen Besitzer eines Gemüseladens, der Mitarbeiter schlecht behandelt, und sie verkuppelt Georgette, die eingebildete Kranke, mit dem eifersüchtigen Joseph.
Wiederholt trifft Amélie auf einen Sammler von weggeworfenen Passbildern, Nino Quincampoix. Als sie das Album findet, das er verloren hat, erkennt sie in ihm einen Seelenverwandten und verliebt sich in ihn. Auf verschiedenen, akribisch ausgetüftelten Wegen lässt sie ihm Nachrichten zukommen, scheitert aber kurz vor einem Treffen jeweils an ihrer eigenen Unsicherheit. Erst nachdem der alte, im selben Haus wohnende Maler Raymond Dufayel, der wegen seiner Glasknochen-Krankheit das Leben nie richtig genießen konnte, sie davon überzeugt, endlich ihr Herz zu öffnen und an ihr eigenes Glück zu glauben, traut sie sich, Nino persönlich gegenüberzutreten. Und so finden die beiden schließlich zusammen.
Quelle: WikiPedia DE
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Audrey Tautou | Amélie Poulain |
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Mathieu Kassovitz | Nino Quincampoix |
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Rufus | Raphaël Poulain |
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Lorella Cravotta | Amandine Poulain |
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Serge Merlin | Raymond Dufayel |
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Jamel Debbouze | Lucien |
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Clotilde Mollet | Gina |
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Claire Maurier | Madame Suzanne - la patronne du café |
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Isabelle Nanty | Georgette |
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Dominique Pinon | Joseph |
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Artus de Penguern | Hipolito |
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Yolande Moreau | Madeleine Wallace |
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Urbain Cancelier | Collignon |
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Maurice Bénichou | Dominique Bretodeau |
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Michel Robin | Mr. Collignon |
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Andrée Damant | Mrs. Collignon |
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Claude Perron | Eva |
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Armelle | Philomène |
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Ticky Holgado | L'homme dans la photo |
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Kevin Fernandes | Bretodeau enfant |
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Flora Guiet | Amélie enfant |
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Amaury Babault | Nino enfant |
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André Dussollier | Narrator |
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Eugène Berthier | Eugène Koler |
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Marion Pressburger | Petites mains du générique |
| Director | Jean-Pierre Jeunet |
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| Writer | Guillaume Laurant, Jean-Pierre Jeunet | |
| Producer | Helmut Breuer, Bastian Griese, Arne Meerkamp van Embden, Claudie Ossard | |
| Musician | Yann Tiersen | |
| Photography | Bruno Delbonnel | |
| Nr Discs | 1 |
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| Layers | Single side, Single layer |
| Watched | |
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| Index | 876 |
| Added Date | Feb 14, 2017 20:48:22 |
| Modified Date | Feb 14, 2017 20:48:22 |