Enemy At The Gates
Stalingrad im Herbst 1942: Die deutsche 6. Armee unter Generaloberst Paulus hat fast ganz Stalingrad eingenommen. Um die Stadt, die Stalins Namen trägt, zu verteidigen, werden tausende Sowjetbürger zu den Waffen gerufen, um gegen die deutsche Wehrmacht zu kämpfen, darunter auch der junge Schäfer Wassili Saizew. Zu Beginn des Films werden er und viele andere am 20. September 1942 in kleinen Booten über die Wolga gebracht, wobei sie von deutschen Stukas angegriffen und bereits zahlreiche Rotarmisten getötet werden. Jene, die sich vor dem Stuka-Angriff durch einen Sprung in die Wolga in Sicherheit bringen wollen, werden von Politkommissaren der Roten Armee erschossen. Am Ufer angekommen, erhält nur jeder zweite Mann ein Gewehr, Saizew geht dabei leer aus und erhält nur etwas Reservemunition. Anschließend werden sie erbarmungslos und ohne Rücksicht auf Verluste gegen deutsche Verteidigungslinien geworfen. Der Angriff misslingt, zurückweichende russische Soldaten werden wiederum von Politkommissaren mit Maschinenpistolen als Verräter niedergeschossen.
Saizew bleibt im Niemandsland liegen und versteckt sich zwischen den Toten in einem Brunnen, wohin sich einige Zeit später auch der Politkommissar Danilow flüchtet, dessen Propagandaauto unmittelbar zuvor durch Artillerie ausgeschaltet wurde. Danilow bemerkt Saizew zunächst nicht und versucht, mehrere am anderen Ende des Platzes aufgetauchte feindliche Soldaten zu erschießen, was er jedoch noch vor dem ersten Schuss aufgeben muss, da es ihm unmöglich ist, ruhig zu zielen. Saizew, der sich mittlerweile bemerkbar gemacht hat, übernimmt die Waffe und erschießt nun unter der akustischen Deckung naher Artillerieeinschläge nacheinander die feindlichen Soldaten, ohne dass die Deutschen, die sich sicher wähnen, es gleich bemerken. Daraufhin wird Saizew unter Danilows Fürsprache zum Scharfschützen befördert und durch Danilows Propaganda zum Kriegshelden hochstilisiert.
Als immer mehr deutsche Offiziere und Soldaten dem sowjetischen Präzisionsschützen und seinen Mitkämpfern zum Opfer fallen, wird am 21. Oktober 1942 der hochdekorierte Major König nach Stalingrad entsandt, um Saizew zu töten. Wiederholt geraten die beiden Scharfschützen in nervenzermürbende Zweikämpfe, in denen die Vorteile immer wieder wechseln und beide mehrmals nur knapp dem Tod entgehen. Da sich Major König immer mehr als der im direkten Vergleich bessere Scharfschütze erweist, versucht Danilow, mit Hilfe des jungen Russen Sascha Filipow, Saizew Vorteile gegen seinen Kontrahenten zu verschaffen. Sascha präsentiert sich als vermeintlicher Überläufer und erledigt für die Deutschen einfache Hilfsdienste, versorgt aber gleichzeitig Danilow mit Informationen. Ein gefährliches Doppelspiel, da Major König den Jungen sehr schnell durchschaut und gezielt Informationen fallen lässt, die Saizew in von König bestimmte Situationen locken sollen.
Zwischen den Kämpfen entwickelt sich langsam eine Beziehung zwischen Saizew und der jungen Soldatin Tanja Tschernowa, was die Freundschaft zwischen Danilow und Saizew auf die Probe stellt, da auch dieser Interesse an der jungen Frau hat. Nach dem Tod ihrer Eltern wechselt Tanja von der Funkaufklärung zu den Scharfschützen, wo sich Saizew und sie ineinander verlieben.
Schließlich kommt es zur finalen Konfrontation: Das deutsche Oberkommando ist überzeugt, dass Saizew gefallen ist, da sein Armeesoldbuch unter der Beute eines Soldaten gefunden wurde, der ein Feld voller Leichen plünderte – Saizew war dort jedoch nur eingeschlafen. Major König geht jedoch davon aus, dass Saizew noch lebt, und so macht er sich auf, ihn endgültig zur Strecke zu bringen. Dazu hängt er den jungen Sascha, dem er inzwischen nachweisen konnte, dass er ihn hintergangen hat, weithin sichtbar als Köder auf, damit dieser die Scharfschützen aus ihrem Versteck lockt. Saizew durchschaut dies und kann Tanja nur mit Mühe davon abhalten, das Versteck zu verlassen. Saizew macht sich nun auf, um Major König zu töten und schickt Tanja zurück zu Danilow, um ihm Bericht zu erstatten. Dabei wird sie vor Danilows Augen von einem Granatsplitter getroffen und scheinbar getötet. Tatsächlich wird sie nur schwer verwundet und von Saschas Mutter auf die andere Seite der Wolga ins Lazarett gebracht.
In der Überzeugung, dass Tanja tot ist, macht sich Danilow auf den Weg, Saizew zu suchen. Das Ereignis hat ihm vor Augen geführt, wie eigennützig er sich Saizew gegenüber verhalten hat. Nachdem er Saizew alles erzählt hat, gibt er sich mit voller Absicht Major Königs Feuer preis und wird von diesem erschossen, womit er aber Saizew die Position des Majors aufzeigt. Überzeugt, Saizew endlich erwischt zu haben, gibt König seine Deckung auf, um die Leiche zu suchen. Dabei wird er von Saizew gestellt und erschossen.
Zwei Monate später am 3. Februar 1943: Die Schlacht um Stalingrad ist nach 180 Tagen beendet; Saizew findet Tanja in einem Lazarett wieder und setzt sich an ihr Krankenbett. Abschließend wird ein Text eingeblendet, aus dem hervorgeht, dass Saizew mehrmals mit dem Leninorden ausgezeichnet und später zum Held der Sowjetunion ernannt wurde.
Quelle: WikiPedia DE
|
Jude Law | Vasily Zaitsev |
|
Joseph Fiennes | Commisar Danilov |
|
Rachel Weisz | Tania Chernova |
|
Bob Hoskins | Nikita Khrushchev |
|
Ed Harris | Major Erwin König |
|
Ron Perlman | Koulikov |
|
Eva Mattes | Mother Filipov |
|
Gabriel Thomson | Sacha Filipov |
|
Matthias Habich | General Paulus |
|
Sophie Rois | Ludmilla |
|
Ivan Shvedoff | Volodya |
|
Mario Bandi | Anton |
|
Hans Martin Stier | Red Army General |
|
Clemens Schick | German NCO |
|
Mikhail Matveev | Grandfather |
|
Alexander Schwan | Young Vassili Zaitsev |
|
Lenn Kudrjawizki | Comrade in Train |
|
Hendrik Arnst | Fat Colonel |
|
Claudius Freyer | Aide de Camp |
|
Dietmar Nieder | Blond Captain |
|
Bernd Lambrecht | Captain with Lighter |
|
Jim Dowdall | Stubborn Feldwebel |
|
Maxim Kovalevski | Politruk |
|
Gennadi Vengerov | Russian NCO |
|
Dan van Husen | Political Officer |
| Director | Jean-Jacques Annaud |
|
| Writer | Jean-Jacques Annaud, Alain Godard | |
| Producer | Jean-Jacques Annaud, Alain Godard, Roland Pellegrino, Jörg Reichl, John D. Schofield, Alisa Tager | |
| Musician | James Horner | |
| Photography | Robert Fraisse | |
| Nr Discs | 1 |
|---|---|
| Layers | Single side, Single layer |
| Watched | |
|---|---|
| Index | 2842 |
| Added Date | Feb 21, 2017 22:30:27 |
| Modified Date | Feb 21, 2017 22:30:27 |