Solaris
Der Psychologe Kris Kelvin wird zu dem weit von der Erde entfernten Planeten Solaris geschickt, dessen Erforschung sich seit längerem in einer Krise befindet. Man nimmt an, dass die dort stationierten Wissenschaftler psychisch verwirrt sind. Vor der Abreise besucht Kelvin seinen Vater. Dieser hat seinen Freund Berton eingeladen, weil Berton meint, dass seine Erfahrungen, die er bei einer Mission auf Solaris gemacht hat, wichtig für Kelvin sein könnten. Die Weltraumreise selbst wird nur angedeutet, Kelvin findet sich unvermittelt auf der Raumstation wieder.
Die Forschungsstation, die über dem von einem riesigen Ozean bedeckten Planeten schwebt, befindet sich ebenso wie die beiden Wissenschaftler Snaut und Sartorius in einem chaotischen Zustand. Gibarian, der dritte Wissenschaftler, hat sich umgebracht. Kelvin, der zunächst nur übermüdet und irritiert wirkt, wacht am nächsten Morgen in seiner Kajüte neben einer jungen Frau auf: Er erkennt seine tote Frau Hari, für deren Selbstmord er sich verantwortlich fühlt. Bald erfährt Kelvin, was es mit dieser Erscheinung auf sich hat: Der rätselhafte Ozean, der Intelligenz zu besitzen scheint, wurde mit harter Röntgenstrahlung beschossen – anscheinend antwortet er darauf, indem er Inhalte aus dem Gedächtnis der Wissenschaftler, die das Gewissen betreffen, materialisiert.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen nunmehr Kelvins Versuche, sich mit „Hari“ auseinanderzusetzen. Einmal schießt er sie mit einer Rakete in eine entfernte Umlaufbahn – es nützt ihm nichts: Hari taucht alsbald in einer zweiten, völlig identischen Gestalt wieder in seiner Kajüte auf. Die beiden anderen Wissenschaftler – Snaut, der resigniert hat, und Sartorius, der verbissen an einer Methode zur Neutralisierung der Wirkungen des Planeten arbeitet – werden zusehends zu Randfiguren. Hari, die zunächst nur Kelvins Erinnerungen an sie entspricht, entwickelt ein Bewusstsein von sich selbst: Weil sie ein Gespräch belauscht hat, weiß sie, dass sie ein Duplikat der erinnerten Hari ist. Indem sie diese Tatsache akzeptiert, tritt sie als eigenständige Persönlichkeit auf und Kelvin nimmt sie als solche an. Er ringt sich zu dem Entschluss durch, bei ihr auf der Station zu bleiben. Hari möchte nicht, dass Kelvin ihretwegen leiden muss und lässt sich von Sartorius durch einen Annihilator vernichten. Durch das dem Ozean übermittelte Elektroenzephalogramm, das eine Aufzeichnung von Kelvins Hirnaktivität im Wachzustand ist, setzte die Wiederkehr der Materialisierungen aus. Der Film endet in visionären Bildern: Aus Kelvins Gedanken hat der Ozean „Gedächtnisinseln“ extrahiert. Auf einer „Gedächtnisinsel“ sieht man, wie Kelvin zu seinem Vater zurückkehrt und vor ihm auf die Knie fällt.
Quelle: WikiPedia DE
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Natalya Bondarchuk | Khari |
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Donatas Banionis | Kris Kelvin / psikholog |
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Jüri Järvet | Doktor Snaut / kibernetik |
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Vladislav Dvorzhetskiy | Anri Berton / pilot |
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Nikolay Grinko | Nik Kelvin / otets Krisa Kelvina |
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Anatoliy Solonitsyn | Doktor Sartorius / astrobiolog |
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Olga Barnet | Mat Krisa Kelvina |
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Vitalik Kerdimun | Syn Anri Bertona |
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Olga Kizilova | Gostya doktora Gribaryana |
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Tatyana Malykh | Plemyannitsa Krisa Kelvina |
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Aleksandr Misharin | Shanakhan / predsedatel komissii Anri Bertona |
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Bagrat Oganesyan | Professor Tarkhe |
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Tamara Ogorodnikova | Anna / tetka Krisa Kelvina |
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Sos Sargsyan | Doktor Gribaryan / fiziolog |
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Yulian Semyonov | Predsedatel nauchnoy konferentsii |
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V. Statsinskiy | Chlen uchenogo soveta |
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Valentina Sumenova | |
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Georgiy Teykh | Professor Messendzher |
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Raimundas Banionis | Kris Kelvin v otrochestve |
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Simn Bernshtein | Gost doktora Sartoriusa |
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Artyom Karapetyan | Frantsuzskiy uchenyy na konferentsii |
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Vladimir Tatosov | Doktor Snaut / kibernetik |
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Vladimir Zamanskiy | Kris Kelvin / psikholog |
| Director | Andrei Tarkovsky |
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| Writer | Stanislaw Lem, Fridrikh Gorenshteyn, Andrei Tarkovsky | |
| Producer | Viacheslav Tarasov | |
| Musician | Eduard Artemev | |
| Photography | Vadim Yusov | |
| Nr Discs | 1 |
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